Quartierszentrum Ringheim, Ringheim

Quartierszentrum Ringheim, Ringheim


J.Braukmann, H.Finner
POLA, Berlin
1.830 m²
2.600.000 €
Markt Großostheim
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Städtebaulich bieten die Lage zwischen den bestehenden sozialen Einrichtungen Schule, Kindertageszentrum und Pfarrheim, sowie die direkte Nähe zum Marktplatz und zur Einkaufsstraße, die Möglichkeit, eine Verbindung zwischen den Einzelteilen herzustellen. Allen gemeinsames Element ist der neue Bürgerpark. Das Quartierszentrum ist landschaftlich darin eingebunden und auf verschiedenen Ebenen mit dem Grünraum verwoben. Die vielen räumlichen und optischen Bezüge lassen Innen und Außen ineinander übergehen, so wird der Dachgarten zu einem Teil des Parks, oder der Spielplatz eine Erweiterung der Kindergarten-Gruppenräume. Gleichzeitig hat das Gebäude, am nordöstlichen Rand des Baufeldes, an der Dresdner Straße gelegen, städtischen Charakter. Durch seine Zweigeschossigkeit hebt es sich klar von den gegenüberliegenden Einfamilienhäusern ab. Der einladende Vorplatz unterstreicht die Nutzung als Begegnungsstätte, bereits hier kann öffentliches Leben stattfinden.

Die Wahl des Ortes schafft im Park ausreichend Raum für zusammenhängende Grünflächen. In Gestaltung und Material stellt das Gebäude einen Bezug zu den verschiedenen Elementen der Umgebung her. Die Form nimmt Linien und Wegebeziehungen der Umgebung auf und führt diese fort, sie vermittelt städtebaulich zwischen den bestehenden Bauten der Schule und des Kindertageszentrums. Die weich gerundete Holzlamellenfassade ist inspiriert von Natur und Vegetation.

Organisatorisch besteht das Gebäude aus drei miteinander verschmolzenen Bauteilen. Allen gemeinsames Element ist das zweigeschossige Foyer an den Berührungspunkten der drei Körper. Es dient als Zutritts-, Orientierungs- und Begegnungszone, als Empfangsbereich bei Veranstaltungen und Ausstellungsfläche. Das Foyer ist die horizontale Verbindung zwischen der Straße und dem Park, sowie die vertikale Verbindung zwischen den beiden Geschossen. Alle drei Bauteile sind verbunden durch eine einheitliche Fassade, die die verschiedenen Nutzungen symbolisch und funktional umfasst und zu einer Großform werden lässt.