Science Park Center, Kassel
  • Startseite3 

Science Park Center, Kassel


J.Braukmann, H.Finner
9.930 m²
9.600.000 €
Science Park Center Kassel GmbH
weitersagen: 

Das Science Park Center als die nördliche Begrenzung des Universitätscampus markiert die Grenze zwischen urbanem Campus und der Parklandschaft des Ahnaufers. Die homogene, durchgehend plane Oberfläche der Fassade aus Betonfertigteilen und Glas unterstreicht die monolithische Setzung des Städtebaus. Große Fensteröffnungen stellen die visuelle Verbindung mit dem Park und der Umgebung her. Die Stringenz des Fassadenbildes wird belebt durch ein Wechselspiel von verspringenden Brüstungshöhem mit dem Rythmus der geschlossenen Felder der inneren Fassadenhaut.

Großzügige Einschnitte markieren den Haupteingang auf der Westfassade, sowie die Werkstattzugänge im Norden. Durch die Platzierung des Haupteingangs in die Verlängerung der Wegeachsen von Westring und Campuspromenade und der plastischen Übertragung dieser als Einschnitt in das Gebäudevolumen hinein, ist das Science Park Center auch in seiner Lage in zweiter Reihe campusweit präsent. Die neue Adressbildung unterstreicht das den Haupteingang angrenzende Cafe mit seiner raumhohen Verglasung, das den vorgelagerten “Verkehrsknoten” um neue Aufenthaltsqualitäten bereichert. Zusammen mit den historischen Kopfbauten und der visuellen Nähe des Ahnaparks wird der Platz zum Treffpunkt aufwertet.

Durchschreitet man den Empfang, öffnet sich der Blick im zentralen Atrium auf alle Ebenen und Funktionsbereiche. Die inhaltliche Ausrichtung als Nukleus für neue Netzwerke zwischen Wissenschaft und produzierenden Unternehmen findet seine bauliche Auslegung in der Gestaltung des Atrium als zentralen Kommunikationsraum, um den herum sich sämtliche Arbeitsbereiche gruppieren. Hier befindet sich die offen liegende Haupterschließung. Treppen und Stege verbinden die Ebenen, Bürobereiche und den Dachgarten auf kurzen Wegen miteinander und bieten an den Knotenpunkten und Fluraufweitungen Raum für Aufenthaltsbereiche wie Teeküchen oder Sitzecken. Der Nutzer erhält so eine Vielzahl von Räumen zum “Networking”.

Konstruktiv ermöglicht die Ausführung als Stahlbetonskelettbau in Kombination mit einem 1,5 m Fassadenraster ein Höchstmaß an Flexibilität in der Raumgestaltung und die problemlose Anpassung an künftige Nutzeranforderungen. Der Werkstattbereich ist als Teil des Komplexes in die Mitte gerückt, umfasst von Laborräumen und bedacht mit einer Vegetationsdecke. Umlaufend erlauben Fensteröffnung auf der höheren Ebene Ein- und Ausblicke und verbinden so auch diesen Bereich mit dem gemeinsamen Atrium.