Erweiterung Kindertagesstätte, Rellingen

Erweiterung Kindertagesstätte, Rellingen


Ev.-Luth. Kirchengemeinde Rellingen
Nikola Kost
ca.690m²
ca.450 m²
weitersagen: 

Der Erweiterungsbau der Kindertagesstätte Relingen wird Platz für zwei zusätzliche Krippengruppen und eine Elementargruppe schaffen. Der Entwurf bietet diese Flächen in einem neuen Zwischenbau an, der die beiden bestehenden Häuser miteinander verbindet. Städtebaulich orientiert sich das Gebäude wie zu vor zur adressgebenden Straße An der Rellau. Die bestehende Zuwegung wird nicht verändert.

Die Erweiterung fungiert als ordnendes und verbindendes Element. Ein zweigeschossiger, kubischer Baukörper schiebt sich zwischen die beiden Bestandshäuser. In der Höhe orientiert er sich an den Firsthöhen des Bestandes. In der Tiefe ragt er leicht über den Bestand hinaus und definiert so im Osten einen klaren Eingang und deutet im Westen eine Teilung in zwei separate Spielflächen für Krippe und Elementarbereich an. Die Fugen zwischen den Gebäuden werden als Flure genutzt und führen direkt in den Garten. Im Erdgeschoss entsteht ein neuer Krippenraum, im Obergeschoss zwei Elementarräume.

Der Neubau ordnet die KiTa , indem er nun als klarer Verteiler fungiert. Man betritt das Foyer über einen Windfang, an dem sich der Kinderwagenabstellraum befindet. Im Innern erreicht man rechts den Krippenbereich, links die Elementargruppen. Den Gruppenräumen ist, wie im Bestand, jeweils eine eigene Garderobe zugeordnet. Der Zugang zum neuen Obergeschoss erfolgt über eine offene Treppe in der Halle. Im Obergeschoss teilen sich zwei Elementarräume einen großzügigen Sanitärbereich. Über eine Außentreppe erreicht man direkt den Garten.

Durch geringe Eingriffe in den Bestand wird die innere Organisation klarer. Krippen- und Elementarbereich werden jeweils räumlich zusammengefasst. An einem zentralen Flur befinden sich alle Technik- und die dienenden Räume sowie der Personalraum. Die Halle wird etwas kleiner, erhält aber durch die ebenfalls dort verortete Treppe die Funktion als zentraler Treffpunkt für den Elementarbereich. Die Nutzung für größere Veranstaltungen ist weiterhin möglich. Ein zentraler Gartenzugang für jeden Bereich erleichtert die internen Abläufe.

Der Flächenverbrauch durch den zusätzlichen Bau ist gering. Die Eingriffe in den Bestand sind auf ein Mindestmaß reduziert. Der Neubau ist kompakt, durch die enge Verzahnung mit dem Bestand entsteht nur wenig zusätzliche Hüllfläche.