Wohnbau. Entwicklung Wedel-Nord, Wedel

Wohnbau. Entwicklung Wedel-Nord, Wedel


Finner Keiner Architekten / Garthaus Architekten + Stadtplaner
POLA, Berlin
2.Phase
weitersagen: 

Über das gesamte Wettbewerbsgebiet sollen zukünftig in mehreren Bauabschnitten möglichst gleichwertige Grundstücksangebote für alle geforderten Wohnformen realisierbar sein. Eine verträgliche verkehrliche Erreichbarkeit, ohne die bestehenden Strukturen der Stadt Wedel wesentlich zusätzlich zu belasten, wird durch die Anbindung der einzelnen Quartiersteile über die Nordtangente bzw. die „Schauenburger Straße“ (B 471) gewährleistet. Die öffentlichen Grünzüge werden darüber hinaus so angelegt, dass im Stadtteil sowohl die neuen als auch die bestehende Wohnquartiere davon proftieren. Wir sehen einen Grundzug unserer Planung darin, dass die Reduzierung von räumlichem Konfiktpotenzial zwischen Bestandsbebauung und Neuplanung einen ganz erheblichen Einfuss auf die Umsetzungsqualität des Wettbewerbsergebnisses in verbindliches Baurecht beinhaltet. Darum haben wir grundsätzlich an allen Berührungsfächen zur Bestandsbebauung (dabei handelt es sich ausschließlich um bestehende Einfamilienhäuser) entweder ebenfalls mit der Ausweisung von Einfamilienhausgrundstücken - und bei verdichteter Bebauung - mit der Planung von öfentlichen Grünzügen reagiert. Bestehende bewohnte Grundstücke (entlang Voßhörntwiete, Bündtwiete und Steinberg) wurden so berücksichtigt, dass jeweils sowohl der heutige Zuschnitt der Grundstücke als auch die bestehende Erschließung beibehalten werde können, damit eine für alle Seiten praktikable Umsetzung nicht unnötig erschwert wird (auch hier Konfiktminimierung).
Die Grünzüge dienen nicht nur als notwendige Retentionsfächen sondern nehmen auch die gesamtstädtisch relevanten Fuß- und Radwegeverbindungen zum westlich und nördlich angrenzenden Naturraum auf. Dabei wurde in besonderer Weise das bestehende Grünkonzept der Stadt Wedel berücksichtigt und für das Wettbewerbsgebiet weiterentwickelt. Durch das auf das notwendige Maß reduzierte Quartierszentrum wird die bestehende Infrastruktur zusätzlich genutzt und nur minimal ergänzt, wobei ggf. auf eine notwendige Ausweitung des Nahversorgungsangebotes nicht verzichtet werden muss.